Gesundheit

              Hüftgelenksdysplasie (HD) und Spondylose bei Hunden

Hüftgelenksdysplasie (HD)
Die Hüftgelenksdysplasie (HD) des Hundes stellt eine der häufigsten Krankheit des Bewegungsapparates bei mittelgroßen bis großen Hunderassen dar. Unter Hüftgelenksdysplasie versteht man eine Fehlbildung der Hüftgelenke. Die beiden gelenksbildenden Knochen, die Gelenkspfanne und der Oberschenkelkopf passen nicht korrekt aufeinander. Die Fehlbildung tritt in der Regel beidseitig auf und kann unterschiedlich stark ausgeprägt sein.

Das Hüftgelenk des Hundes wird von Anteilen des Beckens (Sitzbein, Hüftbein und Scham-bein) sowie dem Oberschenkelkopf gebildet. Die Beckenknochen bilden die Hüftgelenkspfanne, in welche der Oberschenkelkopf tief eingebettet liegt. Die Gelenkflächen der beteiligten Knochen sind von Knorpel überzogen.
Das Hüftgelenk funktioniert als Kugelgelenk und ist dadurch in nahezu jede Richtung mehr oder weniger frei beweglich. Es wird zusätzlich durch den Spannungszustand der Muskeln, der Gelenkkapsel und der Anziehungskraft der enthaltenen Gelenkschmiere stabilisiert. Ein Band verbindet außerdem den Oberschenkelkopf mit der Tiefe der Hüftgelenkspfanne. Dies sind die Zustände, wie sie beim gesunden Hund vorliegen und wie sie unabdingbar für einen reibungslosen Bewegungsablauf über viele Jahre eines Hundelebens hinweg sind.
Bestehen nun Abweichungen in Form oder Zusammenspiel der oben genannten Beschaffenheiten des Hüftgelenks, so bezeichnet man solche Hüftgelenke als dysplastisch

Wie entsteht HD?
Die Entwicklung der Hüftgelenke wird maßgeblich durch zwei Komponenten beeinflusst:

1. durch die Erbanlage und 2. durch die Ernährung des Hundes.

Ernährung:

Bei einem Hund mit Veranlagung zu HD ist es möglich, durch eine kalorienmässig zurückhaltende und ausgewogene Fütterung das Ausmaß der Krankheit zu mildern. Es ist erwiesen, dass Hunde, die langsam wachsen, weniger schwer an HD erkranken als ihre schneller wachsenden und damit schwereren Wurfgeschwister. Besonders wichtig ist dabei, im Futter ein Überangebot von Kalzium (Futterkalk) zu vermeiden. Deshalb sollte bei Verwendung eines Vollwertfutters darauf geachtet werden, dass das Verhältnis von Kalzium zu Phosphor etwa 1:1 ist. Als nachteilig haben sich zu energiereiche sowie zu eiweißreiche Fütterung vor allem großrassiger Hunde erwiesen

Erbanlage

Die HD ist ein genetisch bedingtes Leiden. Welche Gene eine Rolle spielen, ist bis heute nicht geklärt. Erwiesen ist hingegen, dass sich HD häufig in Form einer übermäßigen Lockerheit oder Instabilität des Hüftgelenkes zeigt, welche die Entwicklung von Arthrose begünstigt. Anders als bei bestimmten Körpermerkmalen und auch bestimmten Erbkrankheiten (u.a. Stoffwechselerkrankungen) ist nicht ein einzelnes Gen verantwortlich. Vielmehr wird die Anlage zur Ausbildung einer HD von verschiedenen Genen beeinflusst, man nennt diese Art der Vererbung auch polygenetisch (poly=viel). Dies ist auch mit ein Grund dafür, dass es bei der HD kein „Alles-oder-Nichts-Prinzip“, sondern alle nur denkbaren Abstufungen an Schweregraden gibt.

Vorbeugung

Übermäßige körperliche Arbeit, z.B. zu frühes und zu ausgedehntes Training, vor allem an der Steilwand, wirkt sich negativ auf die Entwicklung der Hüftgelenke aus. Eine straffe Kruppen- und Oberschenkelmuskulatur durch moderate, gleichmäßige Bewegung hingegen ist günstig für die Stabilisierung der Hüften. Optimale Aufzuchtbedingungen die für gewissenhafte Züchter und Halter sowieso eine Selbstverständlichkeit sein sollten, sind für die Aufzucht HD-gefährdeter Rassen und Hunde ein absolutes Muss.

Wie wird die Diagnose HD gestellt?

Zum Zeitpunkt der Geburt des Hundes ist eine Diagnose noch nicht möglich, da sich die Merkmale der Dysplasie erst im Laufe der Skelettentwicklung bilden. Teilweise sind diese Merkmale bereits im Alter von einigen Wochen bis Monaten feststellbar, eine eindeutige und endgültige Diagnose kann allerdings erst nach Abschluss des Wachstums, also ab einem Alter von 12 bis 18 Monaten gestellt werden.

Wenn Sie bei Ihrem Hund die nachfolgenden Symptome beobachten, sollten Sie ihn bei Ihrem Tierarzt auf HD untersuchen lassen.
Die Symptome können sein:
Zunehmende Schmerzen bei Spaziergängen; will nicht mehr weit laufen; sitzt häufiger ab; schreit beim Spielen ab und zu auf; unstabiler Gang mit den Hinterbeinen, evtl. hörbares Knirschen der Gelenke, evtl. Klickgeräusche.

Der Tierarzt kann durch eine bestimmte Manipulation ein Schnapp-Geräusch des Gelenkes provozieren, das typisch für eine HD ist. Eine sichere Diagnose allerdings kann erst durch Röntgenaufnahmen gestellt werden.

Die Diagnose HD lässt sich anhand von Röntgenaufnahmen des Hüftgelenks stellen. Sichtbare Veränderungen können an der Gelenkspfanne, am Oberschenkelkopf oder an beiden Knochen auftreten. Bei jungen Hunden ist gelegentlich nur ein auffällig lockeres Hüftgelenk zu beobachten, bei dem der Oberschenkelkopf nicht korrekt in der Gelenkspfanne liegt.

Aufgrund der Veränderungen auf dem Röntgenbild werden fünf Schweregrade von HD unterschieden.

A = HD-frei
B = Uebergangsform
C = leichtgradige HD
D = mittelgradige HD
E = hochgradige HD

Bei den Röntgenaufnahmen wird zusätzlich noch die Messung des so genannten NORBERG – Winkels durchgeführt. Diese Messung, die mit einer speziellen Schablone direkt am Röntgenbild erfolgt, erlaubt eine objektive Zusatzbeurteilung des Hüftzustandes. Erwünscht ist ein Wert von 105° oder darüber; geringere Werte deuten auf flache Pfannen oder auch lose Hüften hin.

Die Folgen von  HD

Bei Bewegung werden die Hüftgelenke regelmäßig zyklisch belastet. Ein stabiles Gelenk erträgt diese lebenslange Belastung problemlos, es bleibt gesund. Die regelmäßige Belastung ist sogar notwendig für die Ernährung des Gelenkknorpels. Bei einem instabilen oder fehlgebildeten Hüftgelenk jedoch führt die wiederkehrende Fehlbelastung zu Zerrungen der Gelenkskapsel, der Bänder und zur Schädigung, des Gelenkknorpels und der gelenkbeteiligten Knochen. Es entwickeln sich knöcherne Zubildungen und Verformungen am Gelenk, welche auf dem Röntgenbild als bleibende Arthrose sichtbar sind. Die Folgen sind Schmerzen im Hüftgelenk. Die Hunde versuchen die Hintergliedmasse zu entlasten. Diese beiden Mechanismen führen zu Muskelschwund, was die Arthrose weiter fördert, weil dadurch die stützende Funktion der Muskulatur am Hüftgelenk wegfällt. Hunde mit mittel- bis hochgradiger HD sind deshalb meist weniger aktiv. Sie legen sich häufig hin, zeigen Mühe beim Aufstehen und lahmen in der Hinterhand, insbesondere nach längerem Liegen. Im Frühstadium der Krankheit kann die Lahmheit nach den ersten Schritten noch verschwinden. Später zeigen dysplasiegeplagte Hunde bei körperlichen Aktivitäten immer deutlicher Lahmheitsanzeichen. Nicht selten verändert sich unter chronischen Schmerzen auch der Charakter des Hundes. Aus dem fröhlichen Lebensgefährten kann ein missmutiger, mitunter sogar bissiger Zeitgenosse werden.

Spondylose:

Was ist Spondylose?

Spondylosen sind krankhafte Veränderungen an der Wirbelsäule, (man nennt Spondylosen auch „Verkalkungen“), die meistens durch chronische Entzündungen der Verbindungs-gewebe unterhalb der Wirbel entstehen. Zwischen den einzelnen Wirbelkörpern der Wirbelsäule befinden sich die Bandscheiben.

Bei an Spondylose erkrankten Hunden bilden sich besonders vorne an den Wirbelkörpern knöcherne Zacken, die von oben und von unten über die Bandscheibe wachsen. Diese Zacken können so lang werden, daß sie zwei hintereinander liegende Wirbel über die Bandscheibe hinweg verbinden. Es kommt zur knöchernen Überbrückung der Wirbelzwischenräume (in denen die Bandscheiben liegen), was am Ende zur Versteifung einzelner Abschnitte der Wirbelsäule führt. Hauptsächlich betroffen sind dabei die Brust- und die Lendenwirbelsäule.

Auf einer seitlichen Röntgenaufnahme der Wirbelsäule kann man erkennen, daß diese „Brücken“ die Wirbel so zu verbinden beginnen, daß Bewegungen schmerzhaft werden können. Sobald die Spangen stabil verkalkt sind, nehmen die Schmerzen ab, was allerdings bleibt, ist ein steifer Rücken. Bei fortgeschrittener Spondylose kann auch eine Hinterhand-schwäche auftreten, da die Leitfähigkeit der Rückenmarknerven behindert ist.

Dadurch könnte auch eine eventuell vorhandene, aber bisher noch nicht festgestellte Hüftgelenksdysplasie oder Kniegelenkerkrankung in ihrem Fortschreiten beschleunigt werden. Diese Abweichung findet man meist bei älteren Hunden.

Gibt es Anhaltspunkte zur Erkennung von Spondylose bei meinem Hund?

Die Symptome sind:

Manchmal hinkt der Hund wegen der Schmerzausstrahlung vom Rücken.
Der Hund hat oft Schmerzen beim Aufstehen und Abliegen, kann nicht springen und sich schlecht aufrichten.
Er bleibt am liebsten liegen, findet aber nicht leicht die richtige Position.
Manchmal ist der Rücken nach oben gewölbt. Er zeigt Mühe beim Treppensteigen und beim Einsteigen ins Auto. Die Gesäßmuskeln werden schwächer, die Hinterhand ist schlaff, er knickt hinten ein, steht eigentümlich auf der Hinterpfote und/oder zieht die Hinterpfote nach, dabei schleifen die Krallen auf dem Boden. Häufig schreit er auch beim Spielen bei manchen Bewegungen plötzlich auf. Es können auch Probleme beim Harn lassen und/oder beim Stuhlgang auftreten. Wenn der Tierarzt ihn am Rücken untersucht, zeigt er Schmerzen und heftiges Zusammenzucken. Auf dem Röntgenbild sind die Spangen auch deutlich sichtbar.

Haben nur alte Hunde Spondylose?

Nein, offenbar kommt eine gewisse Rassen Eigenschaft hinzu. Boxer z. B. erkranken manchmal schon mit 2 – 3 Jahren an diesem Leiden.
Man sieht bei mittleren und großen Rassen Spondylosen recht oft.

Wie soll ich mich verhalten, wenn die Diagnose gestellt wurde?

Generell sollte einem klar sein, dass Hunde mit Spondylose oftmals abrupte Schmerzen haben, ausgelöst durch eine Bewegung, zu vergleichen bei uns Menschen mit einem Hexenschuß oder einem eingeklemmten Ischiasnerv, wo wir auch oftmals gar nicht wissen, was der Auslöser war. Man sollte darauf achten, dass Hunden mit Spondylose nicht unnötig auf dem Rücken „herumgetatscht“ wird, wohlgemeintes, zu starkes „Klopfen“ kann da auch beim gutmütigsten Hund wegen der Schmerzen schon mal zu einem Schnappen führen.

Bei Spaziergängen sollten Sie darauf achten, dass keine anderen Hunde auf Ihrem Hund „aufreiten“, aus welchen Gründen auch immer diese das wollen. Das Aufreiten anderer Vierbeiner kann bei Ihrem gleichwohl wieder einen akuten Schmerzschub auslösen, je nach dem, wo er „erwischt“ wird. Generell sollte darauf geachtet werden, dass der Rücken nicht unnötig belastet wird.

Gleichwohl sind Hunde mit Spondylose ganz „normale“ Hunde, auch wenn man ständig in Sorge ist, bestimmte Bewegungsabläufe könnten einen neuen Schmerzschub auslösen. Aber dieser Schmerzschub kann durch ein zu wildes Herumtollen mit einem Spielkameraden auf der Wiese genau so ausgelöst werden, wie durch ein zu abruptes Hinlegen des Hundes in den weichen Hundenkorb.

Was ist Spondylose?

Spondylosen sind krankhafte Veränderungen an der Wirbelsäule, (man nennt Spondylosen auch „Verkalkungen“), die meistens durch chronische Entzündungen der Verbindungs-gewebe unterhalb der Wirbel entstehen. Zwischen den einzelnen Wirbelkörpern der Wirbelsäule befinden sich die Bandscheiben.

Bei an Spondylose erkrankten Hunden bilden sich besonders vorne an den Wirbelkörpern knöcherne Zacken, die von oben und von unten über die Bandscheibe wachsen. Diese Zacken können so lang werden, daß sie zwei hintereinander liegende Wirbel über die Bandscheibe hinweg verbinden. Es kommt zur knöchernen Überbrückung der Wirbelzwischenräume (in denen die Bandscheiben liegen), was am Ende zur Versteifung einzelner Abschnitte der Wirbelsäule führt. Hauptsächlich betroffen sind dabei die Brust- und die Lendenwirbelsäule.

Auf einer seitlichen Röntgenaufnahme der Wirbelsäule kann man erkennen, daß diese „Brücken“ die Wirbel so zu verbinden beginnen, daß Bewegungen schmerzhaft werden können. Sobald die Spangen stabil verkalkt sind, nehmen die Schmerzen ab, was allerdings bleibt, ist ein steifer Rücken. Bei fortgeschrittener Spondylose kann auch eine Hinterhand-schwäche auftreten, da die Leitfähigkeit der Rückenmarknerven behindert ist.

Dadurch könnte auch eine eventuell vorhandene, aber bisher noch nicht festgestellte Hüftgelenksdysplasie oder Kniegelenkerkrankung in ihrem Fortschreiten beschleunigt werden. Diese Abweichung findet man meist bei älteren Hunden.

Gibt es Anhaltspunkte zur Erkennung von Spondylose bei meinem Hund?

Die Symptome sind:

Manchmal hinkt der Hund wegen der Schmerzausstrahlung vom Rücken.
Der Hund hat oft Schmerzen beim Aufstehen und Abliegen, kann nicht springen und sich schlecht aufrichten.
Er bleibt am liebsten liegen, findet aber nicht leicht die richtige Position.
Manchmal ist der Rücken nach oben gewölbt. Er zeigt Mühe beim Treppensteigen und beim Einsteigen ins Auto. Die Gesäßmuskeln werden schwächer, die Hinterhand ist schlaff, er knickt hinten ein, steht eigentümlich auf der Hinterpfote und/oder zieht die Hinterpfote nach, dabei schleifen die Krallen auf dem Boden. Häufig schreit er auch beim Spielen bei manchen Bewegungen plötzlich auf. Es können auch Probleme beim Harn lassen und/oder beim Stuhlgang auftreten. Wenn der Tierarzt ihn am Rücken untersucht, zeigt er Schmerzen und heftiges Zusammenzucken. Auf dem Röntgenbild sind die Spangen auch deutlich sichtbar.

Haben nur alte Hunde Spondylose?

Nein, offenbar kommt eine gewisse Rassen Eigenschaft hinzu. Boxer z. B. erkranken manchmal schon mit 2 – 3 Jahren an diesem Leiden.
Man sieht bei mittleren und großen Rassen Spondylosen recht oft.

Wie soll ich mich verhalten, wenn die Diagnose gestellt wurde?

Generell sollte einem klar sein, dass Hunde mit Spondylose oftmals abrupte Schmerzen haben, ausgelöst durch eine Bewegung, zu vergleichen bei uns Menschen mit einem Hexenschuß oder einem eingeklemmten Ischiasnerv, wo wir auch oftmals gar nicht wissen, was der Auslöser war. Man sollte darauf achten, dass Hunden mit Spondylose nicht unnötig auf dem Rücken „herumgetatscht“ wird, wohlgemeintes, zu starkes „Klopfen“ kann da auch beim gutmütigsten Hund wegen der Schmerzen schon mal zu einem Schnappen führen.

Bei Spaziergängen sollten Sie darauf achten, dass keine anderen Hunde auf Ihrem Hund „aufreiten“, aus welchen Gründen auch immer diese das wollen. Das Aufreiten anderer Vierbeiner kann bei Ihrem gleichwohl wieder einen akuten Schmerzschub auslösen, je nach dem, wo er „erwischt“ wird. Generell sollte darauf geachtet werden, dass der Rücken nicht unnötig belastet wird.

Gleichwohl sind Hunde mit Spondylose ganz „normale“ Hunde, auch wenn man ständig in Sorge ist, bestimmte Bewegungsabläufe könnten einen neuen Schmerzschub auslösen. Aber dieser Schmerzschub kann durch ein zu wildes Herumtollen mit einem Spielkameraden auf der Wiese genau so ausgelöst werden, wie durch ein zu abruptes Hinlegen des Hundes in den weichen Hundenkorb.


Was ist Spondylose?

Spondylosen sind krankhafte Veränderungen an der Wirbelsäule, (man nennt Spondylosen auch „Verkalkungen“), die meistens durch chronische Entzündungen der Verbindungs-gewebe unterhalb der Wirbel entstehen. Zwischen den einzelnen Wirbelkörpern der Wirbelsäule befinden sich die Bandscheiben.

Bei an Spondylose erkrankten Hunden bilden sich besonders vorne an den Wirbelkörpern knöcherne Zacken, die von oben und von unten über die Bandscheibe wachsen. Diese Zacken können so lang werden, daß sie zwei hintereinander liegende Wirbel über die Bandscheibe hinweg verbinden. Es kommt zur knöchernen Überbrückung der Wirbelzwischenräume (in denen die Bandscheiben liegen), was am Ende zur Versteifung einzelner Abschnitte der Wirbelsäule führt. Hauptsächlich betroffen sind dabei die Brust- und die Lendenwirbelsäule.

Auf einer seitlichen Röntgenaufnahme der Wirbelsäule kann man erkennen, daß diese „Brücken“ die Wirbel so zu verbinden beginnen, daß Bewegungen schmerzhaft werden können. Sobald die Spangen stabil verkalkt sind, nehmen die Schmerzen ab, was allerdings bleibt, ist ein steifer Rücken. Bei fortgeschrittener Spondylose kann auch eine Hinterhand-schwäche auftreten, da die Leitfähigkeit der Rückenmarknerven behindert ist.

Dadurch könnte auch eine eventuell vorhandene, aber bisher noch nicht festgestellte Hüftgelenksdysplasie oder Kniegelenkerkrankung in ihrem Fortschreiten beschleunigt werden. Diese Abweichung findet man meist bei älteren Hunden.

Gibt es Anhaltspunkte zur Erkennung von Spondylose bei meinem Hund?

Die Symptome sind:

Manchmal hinkt der Hund wegen der Schmerzausstrahlung vom Rücken.
Der Hund hat oft Schmerzen beim Aufstehen und Abliegen, kann nicht springen und sich schlecht aufrichten.
Er bleibt am liebsten liegen, findet aber nicht leicht die richtige Position.
Manchmal ist der Rücken nach oben gewölbt. Er zeigt Mühe beim Treppensteigen und beim Einsteigen ins Auto. Die Gesäßmuskeln werden schwächer, die Hinterhand ist schlaff, er knickt hinten ein, steht eigentümlich auf der Hinterpfote und/oder zieht die Hinterpfote nach, dabei schleifen die Krallen auf dem Boden. Häufig schreit er auch beim Spielen bei manchen Bewegungen plötzlich auf. Es können auch Probleme beim Harn lassen und/oder beim Stuhlgang auftreten. Wenn der Tierarzt ihn am Rücken untersucht, zeigt er Schmerzen und heftiges Zusammenzucken. Auf dem Röntgenbild sind die Spangen auch deutlich sichtbar.

Haben nur alte Hunde Spondylose?

Nein, offenbar kommt eine gewisse Rassen Eigenschaft hinzu. Boxer z. B. erkranken manchmal schon mit 2 – 3 Jahren an diesem Leiden.
Man sieht bei mittleren und großen Rassen Spondylosen recht oft.

Wie soll ich mich verhalten, wenn die Diagnose gestellt wurde?

Generell sollte einem klar sein, dass Hunde mit Spondylose oftmals abrupte Schmerzen haben, ausgelöst durch eine Bewegung, zu vergleichen bei uns Menschen mit einem Hexenschuß oder einem eingeklemmten Ischiasnerv, wo wir auch oftmals gar nicht wissen, was der Auslöser war. Man sollte darauf achten, dass Hunden mit Spondylose nicht unnötig auf dem Rücken „herumgetatscht“ wird, wohlgemeintes, zu starkes „Klopfen“ kann da auch beim gutmütigsten Hund wegen der Schmerzen schon mal zu einem Schnappen führen.

Bei Spaziergängen sollten Sie darauf achten, dass keine anderen Hunde auf Ihrem Hund „aufreiten“, aus welchen Gründen auch immer diese das wollen. Das Aufreiten anderer Vierbeiner kann bei Ihrem gleichwohl wieder einen akuten Schmerzschub auslösen, je nach dem, wo er „erwischt“ wird. Generell sollte darauf geachtet werden, dass der Rücken nicht unnötig belastet wird.

Gleichwohl sind Hunde mit Spondylose ganz „normale“ Hunde, auch wenn man ständig in Sorge ist, bestimmte Bewegungsabläufe könnten einen neuen Schmerzschub auslösen. Aber dieser Schmerzschub kann durch ein zu wildes Herumtollen mit einem Spielkameraden auf der Wiese genau so ausgelöst werden, wie durch ein zu abruptes Hinlegen des Hundes in den weichen Hundenkorb.

Ellbogendysplasie des Hundes – ED & OCD ( Osteochondrosis dissecans )

 

Bei ED handelt es sich um Entwicklungsstörungen des Ellbogengelenks, die verschiedene Gelenkbestandteile betreffen können.

 

Man geht nach heutiger Lehrmeinung von einer vererbbaren Neigung zur Bildung einer ED aus und versucht folgerichtig, durch Röntgen von Zuchttieren ED-belastete Hunde aus der Zucht auszuschließen.

 

Betroffen von ED sind insbesondere große, schnell wachsende Hunderassen wie beispielsweise Berner Sennenhunde, Labrador Retriever, Bordeaux-Doggen, Deutsche Schäferhunde und Neufundländer.

Die ersten Symptome einer ED sind ein steifer Gang oder Lahmheiten der Vordergliedmaßen, die nach längerer Ruhe oder starker Belastung am deutlichsten sind. Sie treten erstmals im Alter von vier bis acht Monaten auf.

Zeigt ein Junghund einer großwüchsigen Hunderasse im Alter ab vier Monaten bereits Lahmheiten der Vordergliedmaßen, sollte er umgehend geröntgt werden, da jede Behandlung umso bessere Erfolgsaussichten hat, je früher man sie beginnen kann.

 

Ist eine ED diagnostiziert, kann – ebenfalls nach heutiger Lehrmeinung– nur ein chirurgischer Eingriff die schlimmste Folge der ED verhindern: Dauerschmerz mit chronischer Lahmheit durch Entzündungen und fortschreitende Arthrosebildung bereits bei Junghunden.

 

Die ED gilt als nicht heilbar. Alle anerkannten Behandlungsmethoden zielen auf ein langsameres Fortschreiten der Erkrankung und ein größtmögliches Maß an Schmerzfreiheit für den Patienten ab.

 

 

Unterformen der ED beim Hund

 

1. OCD* des Ellbogengelenks – Osteochondrosis dissecans der Trochlea humeri

 

Das Ellbogengelenk ist die (bewegliche) Verbindung zwischen Oberarmknochen (Humerus) und Elle (Ulna) und Speiche (Radius). Die Trochlea humeri bildet die Gelenkfläche auf der Seite des Oberarmknochens und ist wie alle Gelenkflächen mit Knorpel überzogen.

 

Spricht man von einer Osteochondrosis dissecans der Trochlea humeri, so heißt das, dass der Gelenknorpel des Oberarmknochens durch eine Osteochondrose im Oberarm geschädigt wird.

Bei Schädigungen des Gelenkknorpels kommt es zu Entzündungen und später Arthrosen im Gelenk.

Die OCD des Ellbogengelenks tritt häufig gemeinsam mit dem fragmentierten Processus coronoides medialis ulnae auf.

 

*OCD– Osteochondrosis dissecans

 

Eine Osteochondrose ist eine Störung der Umwandlung von Knorpel zu Knochen im Wachstum, „dissecans“ heißt „zerschneidend“. Bei der OCD führt dies zum Absterben von Knochengewebe direkt unterhalb des – gesunden – Gelenkknorpels. Erst als Folgeerscheinung der Knochenzersetzung kommt es später auch zu Schädigungen des Gelenknorpels. Die OCD tritt bei Hunden v.a. in der Schulter auf, ist aber auch in anderen Gelenken – z.B. im Ellbogengelenk – möglich.

 

 

2. Fragmentierter Processus coronoides medialis ulnae – FCP

 

Der Processus coronoides medialis ulnae ist ein Knochenvorsprung an der Elle, der sich infolge einer Wachstumsstörung der beiden Unterarmknochen Elle und Speiche (z.B. ein zu langsames Wachstum der Speiche) von der Elle ablöst und in der Folge zu Schmerzen, Lahmheit und Arthrosen führt.

 

Beim fragmentierten Processus coronoides medialis ulnae ist es möglich, dass die Lahmheit anfangs so gering ausgeprägt ist, dass sie dem Besitzer erst im Laufe des 2. Lebensjahres auffällt.

 

 

3. Isolierter Processus anconaeus – IPA

 

Der Processus anconaeus ist ein Knochenvorsprung an der Elle, der dem Ellbogengelenk Stabilität gibt. Dieser Knochenvorsprung verknöchert im Alter von fünf Monaten.

Geschieht dies nicht, löst er sich von der Elle und führt zu Instabilität und Entzündungen im Gelenk. Diese Entzündungen führen zu Lahmheiten und später zu schweren Arthrosen.

Neuronale Zeroid-Lipofuszinose (NCL)

Ursache und Vererbung:

Bei der Zeroidlipofuszinose handelt es sich um eine neurodegenerative, lysosomale Speicherkrankheit, die bei vielen Tierarten, sowie auch beim Menschen, auftritt. Dabei lagern sich wachs- und fettartige Lipopigmente, Ceroid und Lipofuszin im zentralen Nervensystem, sowie in den Lymphknoten und in der Milz ab. Das Zellklima wird toxisch, was zum Absterben der gesunden Zellen führt. Jede Form von Zeroidlipofuszinose führt unweigerlich zum Tod. Die Krankheit vererbt sich autosomal-rezessiv. 

Symptome:

Erkrankte Hunde leiden unter fortschreitender Sehschwäche bis hin zur Erblindung, Taubheit, Epilepsie, Abgestumpftheit und Orientierungsstörungen sowie an Ataxie (Bewegungsstörung). Die meisten Tiere verlieren somit ihre motorischen Fähigkeiten, die alltäglichen Muskelaktivitäten wie Fressen und Laufen zu koordinieren. Mit zunehmender Neurodegeneration entwickeln zudem alle Hunde psychische Abnormalitäten. Nach Vollendung des 2. Lebensjahres tritt gewöhnlich der Tod ein.

Was kann man tun?

Eine Therapie ist nicht bekannt.

Für Züchter ist es jedoch ratsam über einen DNA Screeningtest die Hunde zu testen um zu einer Elimination dieser Erbkrankheit in den betroffenen Zuchtlinien beizutragen. Es ist auch möglich, mit einem Gentest gesunde Trägertiere zu identifizieren. Somit ist es für Züchter ratsam, bei Auftreten dieser Erkrankung verwandte Tiere testen zu lassen (also die Geschwister der Erkrankten ebenso wie die Geschwister der Eltern). Für die weitere Züchtung nimmt man dann entweder alle Trägertiere aus der Zucht oder verpaart die Trägertiere nur mit negativ getesteten Partnern. Aus dieser Verbindung sollte man wiederum alle Nachkommen testen lassen. So bekommen auch die Trägertiere die Möglichkeit, ihre „guten“ Gene weiterzugeben und so die genetische Vielfalt der Rasse zu erhalten, ohne dass man das Risiko erkrankter Nachkommen eingeht.

 

Ichthyose beim American Bulldog

Ichthyose ist eine genetische Hauterkrankung, die in vielen Hunderassen und auch beim Menschen auftritt. Die Krankheit tötet die erkrankten Individuen nicht direkt, belastet ihr Leben und das ihres Umfeldes jedoch stark. Schon innerhalb der ersten 14 Tage nach der Geburt können erkrankte Welpen meist erkannt werden. Ihre Haut ist faltig und schuppig. Die Tiere erscheinen schmutzig, obwohl ihre Wurfgeschwister sauber und gepflegt erscheinen und sie riechen schon zu diesem Zeitpunkt süßlich unangenehm. Die Schwere der Hautveränderungen variiert von Individuum zu Individuum. Mit dem Alter scheint die Ausprägung in den meisten Fällen schlimmer zu werden, obwohl auch Fälle bekannt sind, bei denen keine Verschlechterung eintrat.

Die Erkrankung ist unheilbar. Der Hund muss wöchentlich bis täglich gewaschen werden, um die Verhornung aufzuhalten und die Haut vor weiteren Entzündungen und Sekundärinfektionen durch Bakterien und Pilze zu schützen. Juckreiz tritt oft vermehrt auf und führt dazu, dass der Hund seine Haut durch Kratzen und Kauen weiter beschädigt. Dies führt dann zu offenen Stellen und Hotspots, welche sehr schlecht wieder abheilen.

Viele informierte Züchter werden solche Welpen eingeschläftern, sobald die Anzeichen der Erkrankung in einem Wurf deutlich werden.Andere erkennen das Problem nicht und verkaufen betroffene Welpen an unwissende Welpenkäufer.

Auch viele Tierärzte haben von der genetischen Erkrankung „Ichthyose“ noch nie etwas gehört. Sie behandeln die Tiere auf Hefepilze oder bakterielle Hautentzündungen und kurzzeitig werden sich die Symptome unter der Behandlung auch bessern. Das  Baden entfernt die Schuppen und die Medikamente dämmen die Sekundärinfektionen ein.

Nach Absetzen der Behandlung werden das Hautbild und der Allgemeinzustand des Hundes sich jedoch umgehend wieder verschlechtern.Der bisher verfügbare Test auf Ichthyose über eine Hautbiopsie ist in hohem Maße unzuverlässig.Ichthyose folgt einem dominant-rezessiven Erbgang.Demzufolge gibt es drei mögliche Genotypen. Diese sind:

Ichthyose frei (0/0), was bedeutet, dass das Individuum über zwei intakte Gene verfügt und somit auch nur diese an Nachkommen weitergeben kann.

Ichthyose Träger (0/+), dies bedeutet, dass das Individuum über ein intaktes und ein defektes Gen verfügt. Das Individuum selber ist jedoch gesund und zeigt keinerlei Symptome. Ein Träger wird an statistisch 50% seiner Nachkommen das gesunde und an 50% seiner Nachkommen das defekte Gen weitergeben.

Ichthyose erkrankt (+/+), dies bedeutet, dass das Individuum nur zwei defekte Gene besitzt. Aus diesem Grund ist es erkrankt und kann an Nachkommen auch nur defekte Gene weiter geben.

Bei Verpaarungen zwischen Ichthyose-freien Partnern werden ausschließlich freie Nachkommen geboren. Wird eine Verpaarung von einem Träger und einem freien Hund vorgenommen, so werden 50% der Nachkommen frei sein und 50% der Nachkommen werden Träger sein.Da Träger jedoch selber gesund sind und sich von freien Tieren nicht unterscheiden, kann es unwissentlich zu Verpaarungen von zwei Trägern kommen. In diesem Fall werden 25% der Nachkommen erkranken, 50% werden Träger sein und 25% werden frei sein.

Bisher war eine Erkennung von Trägern nur über die zufällige Verpaarung mit einem anderen Träger, und somit über die erkrankten Welpen, möglich.

Seit August 2011 exisitiert ein Gentest, mit dessen Hilfe der Genotyp eines jeden American Bulldog bestimmt werden kann. Träger x Träger-Verpaarungen und die Geburt erkrankter Welpen können somit 100%ig ausgeschlossen werden.

Jeder Züchter steht nun in der Pflicht, seine gesamten Zuchttiere vor weiteren Verpaarungen zu testen, um die Geburt von erkrankten Welpen auszuschließen.Außerdem sollte bei Verpaarungen von Trägern mit freien Partnern grundsätzlich der gesamte Wurf getestet werden, um transparent zu sein und Aufklärung zu betreiben.Der Test ist rassespeziefisch und wird bisher nur in Pennsylvania, USA angeboten. Probenmaterial kann jedoch problemlos verschickt werden und ein Ergebnis ist in der Regel innerhalb von 4 Wochen verfügbar.

Bei Interesse am Ichthyose-Gentest kontaktieren Sie:

Section of medical Genetics  *

School of Veterinary Medicine

University of Pennsylvania, USA

dogderm@vet.penn.edu

Herzerkrankung :

American Bulldogs sterben relativ häufig in jungem Alter auf Grund von ungeklärten Ursachen. Insbesondere in den USA in besonders heißen Gegenden, aber auch in Deutschland kommt dies vor. In vielen Fällen wird einfach gefolgert, der Hund sei überhitzt gewesen, was sicherlich auch in einigen Fällen zutreffend ist. Doch ein gesunder American Bulldog sollte bei normaler Unterbringung und der Möglichkeit, Schatten aufzusuchen, auch bei sehr heißem Wetter normale Spaziergänge und andere übliche Anstrengungen unbeschadet überstehen können. Daher kann bei plötzlichen Todesfällen das Vorliegen einer kongenialen Herzerkrankung nicht ausgeschlossen werden. Aus diesem Grund ist es mir sehr wichtig, all meine Zuchthunde einer Herzuntersuchung des Collegium Cardiologicum e.V. (CC e.V.) zu unterziehen und nur solche zur Zucht zu verwenden, die mit Herz – 0 bewertet wurden.

Beurteilung durch das CC e.V.:  Herz-0: keine oder minimale ardiovaskuläre Veränderungen. Herz-1: leichtgradige kardiovasculäre Veränderungen. Herz-2: mittelgradige kardiovaskuläre Veränderungen. Herz-3: schwere kardiovaskuläre Veränderungen.